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Geburt von Baby Michel am16.03.2013

Lange haben wir auf unseren Michel gewartet und die Familie freute sich natürlich mit!

Zum Glück hatten wir schon ab der 13. Schwangerschaftswoche eine ganz liebe Hebamme, die uns empfahl, das Geburtshaus „Glühwürmchen“ als alternativen Geburtsort zu besichtigen. Das GH feierte gerade Sommerfest und so nutzen wir die Gelegenheit um die Räume anzuschauen. Aber mir wurde bei dem Gedanken an die Geburt so schlecht, dass wir ganz schnell wieder vom Fest verschwanden. Dennoch behielten wir den Eindruck, dass hier der richtige Ort zum Entbinden war. Nachdem wir einen Infoabend besucht hatten, gab es keine Zweifel mehr. „Das Kind wird hier geboren. Es ist in Liebe gezeugt und so soll es auch auf die Welt kommen.“ Diese Entscheidung hatten wir aber ohne die „Einwilligung“ meiner Frauenärztin getroffen. Diese eröffnete mir, nachdem ich über unsere Entscheidung für das Geburtshaus berichtete, dass ich eine Frühgeburt haben werde und ich ohne Diskussion in eine Klinik gehöre. Tränen flossen, das Baby strampelte wie verrrückt und die Mama war erstmal für viele Tage mehr als durcheinander und hatte einfach nur Angst. Es folgten Klinikbesichtigungen in unserer Umgebung, wobei ich bei einer Klinik entschied, dass Kind lieber zu Hause zu entbinden, als dort hinzugehen und bei der anderen konnte ich mich auch mit einer Klinikgeburt anfreunden, wenn es denn UNBEDINGT sein müsste. Aber wir wollten ins Geburtshaus, also Kontakt zum Geburtshaus wieder aufgenommen, alles durchgesprochen, gebetet, Mutterpass gecheckt und erkannt, dass kein akutes Frühgeburtsrisiko vorlag. Puh, Mama ging es etwas besser. Und als dann noch die Vorsorgeuntersuchungen durch die lieben Hebammen gemacht wurden, fühlten sich Mama, Baby und auch der Papa (der ja genauso Nerven lassen musste) pudelwohl, aufgehoben und einfach nur glücklich schwanger. Das erste Etappenziel war die 37. Woche, voher gab es ein von Mama ausgesprochenes Geburtsverbot an den „Untermieter“ J ! Die 37. Woche verstrich, keine Geburtsanzeichen! Braves Kind! Auch der erste errechnete Geburtstermin verging. Wir lachten manchmal bei den Vorsorgen über unser Baby, dass seine Höhle nicht „frühgeburtlich“ verlassen will und schoben alles auf den sich stark präsentierenden Winter. Der zweite errechnete Geburtstermin rückte näher, die CTG´s waren perfekt und Mama wollte eigentlich noch ein bisschen schwanger bleiben. Aber als dann nur noch wenige Tage Frist bis zum allerletzen Geburtstermin blieben, wurde Mama nervös. Es zeigten sich zwar erste Wehen, aber die konnten kein Baby zur Welt bringen. Die Hebammen behielten wie immer (ZUM GLÜCK) die Ruhe und verwiesen auf DEN HERRN, dass der schon genau weiß, wann das Baby geboren werden soll. „Stimmt“, dachten wir, folglich kein Grund zur Sorge. Doch dann, am 14.02. erste ernstzunehmende Wehen. Der Freitagmorgen (15.03.) veranlasste Mama schon langsam nervös zu werden, ein bisschen Angst vor der Geburt hatte ich schon. Also Vormittag ins GH, CTG wie immer gut. Empfehlung der Hebammen weiterhin natürliche wehenanregende Maßnahmen zu ergreifen und zu warten. Der Freitag verging, die Wehen wurden stärker und gegen 21:00 Uhr fuhren wir ins Geburtshaus. Sandra empfing uns herzlich und ich durfte erstmal in die Wanne. Noch gut gelaunt lass der Papa ein Märchen vor. Aber dann begann es wirklich ernst zu werden. Der Muttermund öffnete sich nur langsam, gegen 2 Uhr Samstag morgen kam Adele. Ja, dachte die Mama, bald geschafft. Die Stunden verstrichen und der Samstagmorgen graute, die Geburt dauerte einfach, es wurde nachmittag und alle waren schon ziemlich erschöpft. Mama hatte schon unzählige Male mit Sandra diskutiert, nicht mehr gebären zu wollen. Ich hatte es wirklich satt. Aber Sandra und Adele wussten, wer so diskutiert, ob nun eine Verlegung erfolgen soll oder nicht, der kann auch das Kind gebären ;) ! Gegen 17:00 Uhr platzte die Fruchtblase und die Geburt kam RICHTIG in Gang. Presswehen über Presswehen, veramten, Luft holen, auf die Seite legen um den kleinen Menschen Platz zu machen, vor dem Bett hocken um die Schwerkraft zu nutzen, auf den Hocker, weil die Beine nicht mehr tragen wollten und die ganze Protzedur nochmal von vorn. Letzendlich, wirklich erschöpft, kam unser Michel als Hockergeburt nach 23 Stunden auf die Welt. Mama und Papa bekamen erstmal einen lang ersehnten Kaffee und es gab belegte Brötchen und leckeren Kuchen. Einfach herrlich dieser „Geburtsabschluss“. Wir wissen genau, wenn es so sein soll wird das nächste kleine Wunder wieder im Geburtshaus geboren.

Wir können den Dank den wir empfinden nicht in Worte fassen. Die Geburt unseres Kind wurde durch proffesionelle Hilfe und schier unendliche Geduld aller Hebammen und des HERRN zu einem Erlebnis, der es verdient hat, als „schönstes Ereignis in unserem Leben“ bezeichnet zu werden.

DANKE!

 

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