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Geburt von Baby Michael am 01.04.2013

 

Unser ganz persönliches Osterwunder

 

In der Nacht vom Ostersonntag zu Ostermontag setzten bei mir gegen 22:00 Uhr die ersten Wehen ein, die mich nicht mehr weiterschliefen ließen.

Gegen 2:00 Uhr hatte ich dann alle 4 min. Wehen. Da habe ich dann Sandra angerufen und nachdem die Wehen auch nicht nach dem Vollbad weggingen, fuhren wir gegen 5:00 Uhr los und waren 6:30 Uhr in Annaberg . Was für ein beruhigendes Gefühl, den Weg geschafft zu haben und schon mal vor Ort zu sein. Von der Fahrt hab ich sowieso nicht allzu viel mitbekommen, da ich mit meinen Wehen zu tun hatte.

Sandra nahm uns in Empfang und wir "bezogen" das lila Zimmer. Wir versuchten noch etwas zu schlafen, was meinem Mann überhaupt keine Probleme machte, im Gegensatz zu mir, mit meinen Wehen alle 3 Minuten.

Dann zauberte uns Sandra ein leckeres Frühstück und versorgte uns wunderbar. Für die nächsten 1,5 Stunden lag ich in der Badewanne, damit sich die Wehen leichter ertragen ließen. Micha nahm derweil auch eine Mütze Schlaf - er ahnte wohl, dass das mit der Geburt noch eine Weile dauern würde ;)

Bei jeder Wehe versuchte ich tief ein- und auszuatmen und wie mir eine Freundin sagte, den Schmerz einfach zuzulassen und nicht dagegen anzukämpfen. Das halt irgendwie. In den verschiedensten Positionen verarbeitete ich so den ganzen Tag über meine Wehen.

Von 14:00 - 16:00 Uhr versuchten wir noch mal bissel auszuruhen, um Kraft zu sammeln, was aber unter Wehen echt schwierig ist. Aber man denkt sich halt, dass das Baby schon irgendwann rauskommt.

Dann machten wir noch im Schneckentempo einen Spaziergang um´s Geburtshaus und immer wieder hielt ich mich an Micha fest, um die nächste Wehe zu verarbeiten.

Gegen 18:00 Uhr wurden die Wehen dann noch intensiver und schmerzlicher. Ich krallte mich  nur noch vornüber den Wickeltisch gebeugt, ins Stillkissen. Das gute Zureden von Sandra und Tamar und die Nähe meines Mannes ließen mich das halbwegs durchstehen.

Noch mal schmerzlicher wurde es dann, als der Kopf unseres Kindes auf den Damm drückte und man denkt zu zerreißen. Ich hab nur noch gebetet, dass es bald vorbei ist.

Und irgendwann hörte ich Tamar sagen, noch 2/3 Wehen, dann ist es da. Der Kopf war bereits zu sehen. Doch dann ging´s doch schneller und das Baby wollte sofort raus. Micha fing unser Kind auf und da wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, was es ist, hörte ich ihn nur sagen: "Schatz, weißt du, was es ist? Wir haben einen Jungen!" 

Dann holten Sandra und Tamar einen Hocker und wir saßen hintereinander und hielten unser Kind in den Armen. Was für ein Moment: voller Erleichterung und Dankbarkeit - einfach unbeschreiblich.

Und als unser kleiner Schatz dann an meiner Brust lag, war ich einfach nur sagenhaft glücklich. Micha durchschnitt noch die Nabelschnur und nach dem Baden und der U1 konnten wir unser Elternglück gemeinsam genießen.

Zufrieden und dankbar bezogen wir gegen 3:00 Uhr morgens in der Gästewohnung im Geburtshaus  Quartier. Am nächsten Morgen gegen 9:30 Uhr machten wir uns dann zu dritt auf den Heimweg.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei dem Team des Geburtshauses für eure Fürsorge, Gebete und die individuelle und liebevolle Betreuung bedanken. Liebe Sandra, liebe Tamar: danke, dass ihr uns bei der Geburt unseres kleinen Sohnes Michael zur Seite standet. Danke an meinen Mann und sein Dabeisein, seine Unterstützung. Schön, dass wir das gemeinsam erleben durften und er diesmal Geburtshelfer bei seinem eigenen Sohn war und nicht wie sonst, bei seinen Kühen.

Danke an unseren Vater im Himmel für alles, was er uns schenkt und für das Wunder, was wir jetzt in den Händen halten. Er möge euch bei eurer Arbeit weiterhin segnen und schenken, dass noch viele Frauen bei euch die liebevolle Atmosphäre erleben dürfen.

Eure Franzi, Micha und klein Michael

 

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