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Geburt von Baby Lotta am 10.12.2012

Eigentlich wollte ich “nur” zur Schwangerengymnastik ins Geburtshaus…..

 

Als ich mit unserem 2. Kind schwanger war hätte ich nie gedacht, dass ich einmal im Geburtshaus entbinden würde. Auch wenn ich bei der Geburt unseres Sohnes im Krankenhaus nicht die besten Erfahrungen gemacht hatte, wollte ich diesmal wieder im Krankenhaus entbinden.

Im Oktober meldete ich mich telefonisch zur Schwangerengymnastik im Geburtshaus, das ich von Erzählungen und aus dem Internet kannte, an. Als ich Maria am Telefon hatte, war ich sofort berührt von ihrer lieben, freundlichen Art, lehnte aber eine Einladung zum Infoabend ab, da ich mir dachte: “Du kannst doch nicht im Geburtshaus entbinden!!”

Als ich dann zur Schwangerengymnastik zum ersten Mal das Geburtshaus betrat war ich wieder ganz berührt, diesmal von Sandras liebevoller Art. Zum ersten Mal kam mir der Gedanke: “Vielleicht ist es doch nicht so schlecht hier zu entbinden?” Nach der Gymnastik fragte mich Sandra, ob ich schon mal im Geburtshaus war und ob sie mir die Räumlichkeiten mal zeigen sollte. Nachdem ich alles gesehen hatte und nach einem ausführlichen Gespräch mit Sandra wurde in mir der Wunsch geweckt, im Geburtshaus zu entbinden.

Nachdem auch mein Mann alles gesehen und gehört hatte und nach einigen Gebeten stand für uns fest: “Wir gehen ins Geburtshaus!”

 

So verging die Zeit mit Vorsorgeuntersuchungen, bei der sich Sandra, Catharina, Tamar und Maria sehr viel Zeit für uns und unser Baby nahmen, einem schönen Geburtsvorbereitungskurs bei Tamar (der letzte war ja schon 6 Jahre her)  und der Frage: “Wann dürfen wir endlich ins lila Zimmer????”

 

Berechneter Entbindungstermin war der 14. Dezember…

Am 10. Dezember, der vermutlich schneereichste Tag im Winter 2012/2013, wurde mein Bauch den ganzen Tag lang - mal in längeren, mal in kürzeren Abständen immer wieder hart - dann war wieder Ruhe… Kurz überlegte ich, Maria doch mal anzurufen, verwarf den Gedanken aber wieder, schließlich hatte ich ja keine richtigen Wehen.

Als um 19.00 Uhr aber auf einmal die Fruchtblase platzte, musste ich Maria dann doch anrufenJ Ich sagte ihr dass mein Bauch zwar immer mal wieder hart geworden war und nach “unten” gedrückt hatte aber dass ich keine richtigen Wehen hatte. Wir verabredeten uns gegen halb neun im Geburtshaus und Maria sagte noch: “Wir schreiben CTG und mal sehen, ob ihr dann da bleibt oder noch mal nach Hause fahrt- es schneit ja auch kräftig…”

Kurz darauf merkt ich dann doch die ersten “richtigen” Wehen, die auch ziemlich schnell stärker wurden.

Als wir nach einer sehr schneereichen aber behüteten Fahrt (nur in der Einfahrt zum Geburtshaus blieb unser Auto dann doch stecken) mit Abständen zwischen den Wehen von 1-2 Minuten im Geburtshaus ankamen wurden wir lieb von Maria im warmen und gemütlichen lila Zimmer empfangen.

In der ruhigen Umgebung wurde ich auch wieder ruhiger und die Abstände zwischen den Wehen wieder etwas länger.

Nach dem CTG und einer kurzen Untersuchung, bei der der Muttermund schon 4-5 cm geöffnet war, setzte ich mich auf Marias Empfehlung hin in die Wanne.

Im warmen Wasser konnte ich mich in den Wehenpausen gut entspannen.

Dann kam auch Sandra dazu und nach vielen Wehen, die ich mit Ermutigung und Unterstützung von meinem Mann, Maria und Sandra überstehen konnte, sagten Sandra und Maria gegen 22.30 Uhr dann, dass unser Baby sicher noch heute zur Welt kommen wird und so war es dann auch…

etwas später, um 23.29 Uhr, durften wir unsere kleine Tochter Lotta Josephine im Wasser begrüßen.

Nach einem ausgiebigen Kennenlernen, Kuscheln, Bestaunen, einer kleinen Stärkung mit Pamelo und erstem Stillen im großen Himmelbett führte Sandra ganz liebevoll bei unserer kleinen Lotta die U1 durch.

Nach nochmaligem Kuscheln durfte der stolze Papa seine kleine Tochter für ihre erste “Reise” anziehen während ich noch von Sandra versorgt wurde.

Gegen um 4 am nächsten Morgen verabschiedeten uns wir dann aus dem Geburtshaus und “wühlten”  uns durch die tief verschneiten Straßen Richtung Heimat.

Unser Sohn Joel konnte dann seine kleine Schwester zu Hause begrüßen und wir alle konnten diese erste besondere Zeit zu viert dank der Unterstützung unsere Familien (die uns bekocht und umsorgt haben) genießen.

 

Eigentlich wollte ich “nur” zur Schwangerengymnastik ins Geburtshaus…

… und dann durften wir noch einen Geburtsvorbereitungskurs, liebe Vorsorgeuntersuchungen, eine wunderschöne Geburt und inzwischen sogar einen Babymassage- und einen Rückbildungskurs im Geburtshaus erleben- Gottes Wege…J

 

Wir Gott sind unendlich dankbar, für alles was wir erleben durften.

DANKE an euch, liebe Tamar, Maria, Sandra, Catharina und Adele, für eure Führsorge, Beratung, Unterstützung- während der Schwangerschaft, bei Lottas Geburt und danach.

Auf eurer Arbeit liegt ein wirklich großer Segen- und den wünschen wir euch auch weiterhin.

 

Theresa und Tobias Schönfelder mit Joel und Lotta

 

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