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Geburt von Baby Florentine am 29. 12. 2012

 

Für mich stand noch vor der Schwangerschaft mit Florentine fest, dass ich unser 2. Kind nicht in einer Klinik bekommen wollte. Mit dem "Drumherum" bei der Geburt unseres großen Kindes war ich einfach sehr unzufrieden.

 

Deshalb habe ich in der 10. Woche beschlossen, dass ich das Geburtshaus einfach anrufen werde. Maria war am Telefon und schon dieses Gespräch verlief für mich einfach persönlicher, als eine Aufnahme in der Klinik. Maria lud uns zum Infoabend ein, worauf ich schon so gespannt war!

 

Der Infoabend beseitigte auch beim Papa die letzten Zweifel und der Entschluss stand fest: Unser Baby durfte so auf die Welt kommen, wie ich es mir wünschte!

 

Die Zeit verging und der Babybauch wurde immer runder. Der Geburtstermin rückte immer näher und ich freute mich so auf das Erlebnis "Geburtshaus". Leider traten aufs Ende hin Probleme mit meinem Blutdruck auf. Ich war einfach nur verzweifelt... Der Wunsch schien sich in Luft aufzulösen. Die lieben Hebammen und ich beteten oft darum, dass unser Baby in Annaberg zur Welt kommen darf.

 

Und es passierte wirklich das, womit ich nicht mehr gerechnet hatte: ich weiß nicht WIE, aber mein Blutdruck besserte sich (von heute auf morgen) deutlich!

 

Wir waren so glücklich!

 

Am Tag des errechneten Termins (28.12.) hatten wir noch eine Vorsorge bei Tamar. Der Befund war noch so, dass unser kleines Mädchen sich auch noch eine Woche Zeit lassen konnte. Der Tag verging also, ohne dass sich irgendwas tat.

 

Früh am 29.12. wachte ich um 7.00 Uhr mit leichten Wehen auf. Ich war genervt, weil ich wusste, es wird wieder aufhören, so wie die vergangenen 2 Wochen und machte mit mir aus, dass ich um 9.00 Uhr in die Badewanne gehe, um einfach zu wissen, woran ich war. Gesagt, getan....und die Wehen blieben und wurden sogar stärker! Super! 9.30 Uhr rief ich Tamar an und wir verabredeten uns für 11.00 Uhr im Geburtshaus.

 

Während der einstündigen Fahrt hatte ich super Wehen und bei der Ankunft war der Muttermund schon 3 cm geöffnet! ...Besser konnte es nicht laufen und wir entschieden, noch etwas essen zu gehen. Um 12.00 Uhr waren wir wieder zurück und der Druck nach unten war schon recht groß, aber eigentlich war wehenmäßig noch alles ganz gut auszuhalten. Tamar rief Maria an (ich konnte nicht glauben, dass es wirklich schon an der Zeit war, die 2. Hebamme anzurufen).

 

Um 13.00 Uhr kam Maria herein, aber dass bekam ich nicht wirklich mit, denn ich war dabei unsere kleine Florentine zu bekommen! Um 13.07 Uhr erfüllte die Stimme von ihr das lila Geburtszimmer! Ich bekam die Kleine erst stehend am Wickeltisch und letztendlich auch dort auf dem Gebärhocker. Sie wog 3070g und war 50cm.

 

Die Zeit bis zur Heimfahrt um 16.00 Uhr verging mir viel zu schnell. Ich kann es bis heute nicht glauben, dass unser Wunsch von der Geburt im Geburtshaus wirklich wahr geworden ist. Ich bin so glücklich, dass wir uns richtig entschieden haben und wir sind den Hebammen einfach dankbar, dass sie mich mit der Blutdruck-Geschichte nicht aufgegeben haben. Zum anderen habe ich mich sehr sicher gefühlt.

Tamar hielt sich während des Geburtsverlaufes im Hintergrund, war aber trotzdem für uns da! Ich wusste ganz allein, wie ich Florentine bekommen sollte. Nämlich einfach menschlich, geborgen und vor allem bestätigt...

 

Liebste Grüße aus Obercrinitz :o)

 

 

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