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Geburt von Baby Ella  am 24.06.2014

 

Durch meine Schwester lernten wir das Geburtshaus „Glühwürmchen“ kennen und fühlten uns dort sofort sehr wohl. So entstand schon sehr frühzeitig bei uns der Wunsch unser zweites Kind dort zur Welt zu bringen.

Das dies nicht selbstverständlich sein würde, liegt an der etwas schwierigen Schwangerschaft und Geburt von unserem ersten Kind. Er wurde per Kaiserschnitt in der 39. Woche geholt, weil er viel zu klein war und eine normale Geburt, laut Aussage der Ärzte, nicht möglich war. Auch war die erste Schwangerschaft von vielen Ängsten und wöchentlichen Untersuchungen im Krankenhaus geprägt. Dazu kam die Diagnose „Trichterbecken“.

Also: Wir hatten einen Wunsch und  der hieß, kein Krankenhaus während der Schwangerschaft von innen zu sehen.

Aber schon in der 19. Woche bei der Untersuchung beim Frauenarzt zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Schwangerschaft. Der Arzt meinte, das Baby wäre viel zu tief im Becken und das wäre völlig unnormal, man müsste es beobachten… Wir waren zutiefst bedrückt. Unser Wunsch schien wohl nicht in Erfüllung zu gehen.

Nach dem Gespräch mit meiner Schwester, die den Kontakt zum Geburtshaus herstellte und nach einem ersten Gespräch mit Adele und nach vielen Gebeten entschlossen wir uns alle weiteren Untersuchungen nur noch über die Hebammen im Geburtshaus durchzuführen und auch die anstehende Feindiagnostik ließen wir nicht machen. Die Überzeugung der Hebammen, dass Geburt ein natürlicher Vorgang ist und Gott das alles genial geplant hat, ließ uns ruhig werden und wir konnten nun die weitere Schwangerschaft richtig genießen. Der Bauch wurde immer größer und auch wenn es wohl kein riesiges Baby werden würde, war alles in Ordnung.

Der errechnete Geburtstermin war der 19.06.2014, nun konnte es losgehen. Aber wie so einige Kinder, ließ sich auch unser Schatz noch etwas Zeit. Aber dann am 24.06.2014 1:30 Uhr ging es doch los. Ich wachte durch das Ziehen im Bauch auf, was aller 10 Minuten kam, aber noch gut auszuhalten war. Um 6:00 Uhr war es wieder weg, nun konnte ich auch gut weiterschlafen. Mein Mann ging wie geplant auf Arbeit. 07:30 Uhr ging es wieder los. Diesmal in einem Abstand von einer halben Stunde. Dies ging dann bis nachmittags um 15:00 Uhr so weiter. Dann telefonierte ich erstmals mit Maria. Aber da die Wehen so weit auseinander waren, konnten wir noch gut zu Hause bleiben. Da sich jedoch die Intensität steigerte, rief ich dann doch meinen Mann an, dass er sich mal auf den Weg nach Hause machen sollte. Gegen 17:00 Uhr ging ich in die Badewanne, um zu schauen, ob die Wehen sich verändern würden. Das taten sie dann auch. Nach der Badewanne waren es noch 10 Minuten Abstände und gegen 17:30 Uhr und einen weiteren Telefonat mit Maria machten wir uns auf den Weg nach Annaberg. Nach kurzer Fahrtdauer verkürzten sich die Abstände auf 5 Minuten und mein Mann war doch glücklich als wir 18:15 Uhr in Annaberg ankamen. Nach einer Untersuchung des Muttermundes stellte Maria fest, dass dieser bereits 6-7 cm geöffnet war. Wir siedelten uns im gelben Zimmer an und nach einem weiteren Besuch der Badewanne wurden die Wehen stärker. Die Ruhe, die Maria ausstrahlte war für uns wunderbar und gab viel Sicherheit. 21:00 Uhr fingen die Presswehen an und 21:51 Uhr kam die kleine Ella im knien vor dem Bett auf die Welt. Zwischendurch kam noch Catherina dazu, um bei der Geburt zu unterstützen.

Nach langem Kuscheln, der U 1 und einer kurzen Nähstunde konnten wir 01:00 Uhr das Geburtshaus verlassen und nach Hause fahren.

 

Wir sind den Hebammen vom Geburtshausteam und Gott so unendlich dankbar, dass Ella bei einer normalen Geburt auf die Welt kommen konnte und in einer so ruhigen Umgebung ihre ersten Lebensstunden erleben durfte.

 

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