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Geburt von Baby Bryan am 17.07.2011

Ich sollte eigentlich nach Aue ins Klinikum, aber mir kam es so vor, als wäre vom 15.7.12 zum 16.7.12 in der Nacht die Fruchtblase geplatzt. Aus diesem Grund habe ich dann am 16.7.12 meine Hebamme Maria angerufen und ihr davon erzählt. Sie fragte mich, ob ich auch Wehen habe, da habe ich ihr gesagt, dass diese bloß ganz leicht zu spüren sind. Sie hat mir die Wahl gestellt, gleich ins Klinikum zu fahren oder erst noch einmal ins Geburtshaus zu kommen. Entschieden habe ich mich für das Geburtshaus. Nun bin ich und mein Freund zum Termin um 9.00 Uhr ins Geburtshaus gefahren. Bei der Ankunft fragte mich Maria, ob sich zwischenzeitlich schon etwas anderes getan hat. Ich konnte leider nur Nein sagen. Daraufhin untersuchte sie mich, um festzustellen, wie weit sich mein Muttermund schon geöffnet hat und hatte auch gleich noch eine CTG-Aufnahme aufgezeichnet, aber es war leider noch nicht ganz so weit, um im Geburtshaus zu bleiben. Also sind wir wieder zurück nach Hause gefahren, da habe ich mich kurzentschlossen an die Wohnungsreinigung gemacht, um der Sache etwas nachzuhelfen. Als Maria am Nachmittag nochmal bei uns vorbeischaute, um zu sehen wie es mir in der Zwischenzeit geht, da hatte der Trick mit der Säuberung schon ein wenig nachgeholfen, sodass ich ein wenig Wehen bekommen hatte. Daraufhin riet mir Maria noch einen Spaziergang zu machen, um den Wehen  noch einmal einen nächsten Anstoß zu geben. Das haben wir dann auch getan und die Wehen wurden stärker. Nach einer kurzen Zeit rief mich dann auch schon Maria an, um nachzufragen, was denn jetzt meine Meinung ist zu den Wehen und ich konnte ihr eine erfreuliche Nachricht sagen. Also haben wir für 17.15 Uhr einen Termin im Geburtshaus vereinbart, wo sie mich noch einmal untersuchte. Zum Glück machte unser Sohn jetzt schon etwas mehr Anzeichen, um das Licht der Welt zu erblicken, sodass wir im Geburtshaus bleiben konnten. Somit sind wir zum Auto gelaufen und haben  meine Taschen für die Geburt geholt. Danach sind wir im Geburtshaus noch mal alle Treppen rauf und auch wieder runter, um den Wehen noch einmal nachzuhelfen. Als wir dann in den Räumlichkeiten zur Geburt waren, fragte uns Maria, ob wir gerne etwas essen möchte und sie besorgte uns das Essen nach unserem Wunsch. Es war lecker. Nun hatte ich aber ab 18.00 Uhr mit den Wehen richtig zu tun und legte mich ins Bett. Mein Freund legte mir zur Wehenhemmung warme Kirschkernkissen in den Lendenbereich, aber ab und zu war dieses heruntergerutscht, weil er und ich zwischen den Wehen eingeschlafen waren. Nun kam Maria, um nach uns zu schauen und fragte mich, ob ich gerne in die Wanne möchte. Ich sagte ja. Nun machte sie die Wanne dafür bereit, aber nach einer Viertelstunde waren die Wehen so stark, dass ich diese wieder verlassen musste. Nun schaute sie noch einmal nach, wie weit die Geburt vorangegangen ist. Endlich war es so weit, sie machte alles griffbereit für die Geburt und rief auch die zweite Hebamme Maria dazu. Somit ist unser Sohn von zwei Marias auf die Welt geholt wurden. Aber es wurden auch wundervolle Fotos zur Erinnerung an den Geburtsverlauf und von der Geburt geschossen. Nicht dass bei meinem Freund Langeweile aufkam, haben die Marias ihm die liebevolle Arbeit des kalten Waschlappen-Auflegens in meinen Nacken aufgegeben. Nun habe ich mich endlich in den letzten Wehen befunden, sodass ich mich an das Bett abgestützt habe und siehe da. Nun war es schon ca. 0.15 Uhr und auch noch ein Sonntag und es sprang endlich die Fruchtblase. Nun wussten wir, dass unser Sonnenschein in wenigen Minuten das Licht der Welt erblicken darf und das auch noch als ein Sonntagskind. Aber er hat sich immer noch eine gute Stunde Zeit gelassen, also Zeit genug, um eine richtige Stellung für die Geburt zu finden. Nun hatte ich die richtige Stellung im Stehen an der Wickelkommode gefunden und schon hatte es unser Sonnenschein ganz eilig und er kam mit 15 Tagen Verspätung mit dem Kopf voran um 1.09 Uhr auf die Welt. Nun legten mich die Hebammen ins Bett und gaben mir meinen kleinen Sonnenschein ins Bett zu mir, sodass der Papa die Nabelschnur durchschneiden konnte. Somit konnte ich nun unseren Sonnenschein Bryan das erste Mal stillen. Jetzt hatten wir erst einmal genug Zeit bekommen, um die Dreisamkeit zu genießen, bevor es an das Wiegen und Maßnehmen ging. Bryan brachte 3660g auf die Waage und auch das Maßband zeigte 51 cm an. So nun war es so weit, dass ihn der Papa ankleiden konnte. In dieser Zeit haben mich die Hebammen genäht und geduscht, sodass ich mich ankleiden konnte. Nun war ich auch so weit fertig, sodass wir uns noch auf das Sofa setzen konnten, um auch die dazugehörigen Formalitäten zu klären. Nun haben wir noch eine Kleinigkeit zu uns genommen zur Stärkung der letzten knapp 24 Stunden. Bevor es aber nach Hause gehen konnte, mussten wir erstmal alles zusammen packen, sodass mein Freund alles in sein Auto verstauen konnte. Nun hat mich mein Papa angekleidet. Man, war das ein Gewurschtel, wobei ich eigentlich schlafen wollte. Aber nicht so schlimm, der Weg in die heimische Wiege war ja nun so weit und so ging es ca. 6.00 Uhr mit meinen stolzen Eltern Richtung Heimat, wo wir ja vollen Herzens erwartet wurden. Ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen und möchte auch gern mein nächstes Kind im Geburtsthaus zur Welt bringen, wenn es wieder mal so weit sein sollte.

Wir bedanken uns beim ganzen Team des Geburtshauses für die gute Betreuung vor und während der Geburt.

 

Von Sabrina Müller, Sebastian Höhnel und Sonnenschein Bryan

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