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Geburt von Baby Anton am 22.02.2012

Genauso hatten wir es uns gewünscht!

Die Vorsehung hat es so gewollt, dass wir zu unserer Tochter Lisa noch ein Kind bekommen sollten und nachdem wir uns mit der Tatsache angefreundet hatten, drehte sich alles nur noch darum eine möglichst normale, komplikationsfreie Schwangerschaft zu erleben – leider litt ich während der ersten Schwangerschaft an einer Gestose, weshalb Lisas Geburt vor dem errechneten Termin eingeleitet wurdeL.

Um dem Baby und mir dieses Trauma zu ersparen, tat ich alles und für uns war ganz schnell klar, dass eine Krankenhausgeburt diesmal verhindert werden musste.

Ich informierte mich und stieß dabei auf das Geburtshaus in meiner Heimatstadt. Nachdem wir am Infoabend teilgenommen hatten, wussten wir: Hier soll unser Baby geboren werden!

Gott sei Dank verlief die Schwangerschaft ohne Probleme und der Geburtstermin rückte immer näher. Die Woche vor dem errechneten Geburtstermin verbrachte ich bei meinen Eltern, so war ich jederzeit in der Lage schnell im Geburtshaus zu sein.

Am Abend vor Antons Geburt witzelte mein Mann dann am Telefon ich solle Anton bitten, doch auf jeden Fall bis zu seinem Termin zu kommen. An diesem Abend war ich sehr müde und ging früh zu Bett. Gegen 23.30 Uhr wachte ich auf und spürte einen starken Druck. Ich wollte aufstehen, um auf die Toilette zu gehen, da „knallte“ es in mir – die Fruchtblase war geplatzt. Von nun an ging alles ziemlich schnell. Ich rief meinen Mann an, dass er sich auf den Weg machen soll, denn er hatte eine Stunde Autofahrt vor sich und danach Tamar. Sie fragte mich ob ich auch Wehen hätte was ich verneinte.

Also legte ich mich wieder hin und versuchte zu schlafen. Etwa gegen Mitternacht kam dann die erste Wehe und auf dem Weg ins Geburtshaus, kurz nach 1 Uhr, hatte ich innerhalb von 10 Minuten zwei Wehen.

Im Geburtshaus wartete schon Tamar und nahm uns herzlich in Empfang. Im orangefarbenen Zimmer war gedämpftes Licht, Kerzen brannten, leise Entspannungsmusik lief im Hintergrund und es roch wunderbar angenehm. Ich zog mich um und Tamar schaute wie weit der Muttermund bereits geöffnet war – immerhin schon 4 cm. Viel Zeit die schöne Atmosphäre zu genießen hatte ich nicht, denn es kam dann eine Wehe nach der anderen und ich war ganz bei mir und in mir. Sobald eine Wehe vorüber war, überprüfte Tamar gelegentlich per CTG, ob es unserem kleinen Spatz auch gut geht. Zur weiteren Unterstützung kam dann auch bald Maria.

Tamar und Maria haben mich immer wieder auf sanfte und ruhige Art motiviert die Position zu verändern oder einfach zum Durchhalten angespornt, so dass die Geburt zügig voranschritt. Und dann, um 5.33 Uhr war Anton da. Tamar gab ihn mir gleich in den Arm und nach einer Verschnaufpause halfen sie mir vom Hocker ins Bett.

Anton lag auf meinem Bauch und mein Mann und ich hatten ausgiebig Zeit ihn zu bestaunen. Tamar und Maria umsorgten uns liebevoll. Nachdem die Nabelschnur auspulsiert hatte, durchtrennte sie mein Mann.

Gegen 7.00 Uhr holte mein Mann dann unsere Tochter dazu und sie haben gemeinsam mit Tamar die Erstuntersuchung gemacht, während ich vom Bett aus zuschaute und ausruhte. Wir bekamen ein schönes Frühstück und nachdem ich mich in aller Ruhe fertiggemacht hatte und alle Formalitäten erledigt waren, fuhren wir gegen 10.00 Uhr vom Geburtshaus los.

Es war ein sehr bewegendes Erlebnis! Ich bin froh und dankbar diese ganz besonderen Momente im Geburtshaus mit meinem Mann, Tamar und Maria erlebt zu haben. Noch heute bekomme ich feuchte Augen, wenn ich daran denke. Liebe Tamar, liebe Maria: DANKE!

 

Alles Gute und Gottes Segen für das Geburtshaus „Glühwürmchen“!

 

Herzlichst Anton und Lisa, Jens und Christin


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