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Geburt von Baby Albert am 03.08.2012

  Was so weit und dann auch noch beim ersten Kind?! Oder wie ruhig und behütet unser Sohn Albert geboren wurde.

Das Erste war wohl der häufigste Satz, den wir als werdende Eltern hörten, auf die Frage wo unser Kind auf die Welt kommen sollte.
Mit Geburtshaus waren wir eher echte Exoten. Trotzdem fuhren wir die 70 km zum Infovormittag. Wir konnten vieles erfahren und von den Hebammen dort einen ersten Eindruck gewinnen. Die Atmosphäre war gleich sehr angenehm für uns. Das zweite Mal fuhren wir zum Geburtsvorbereitungskurs für Paare. - Auch eine sehr schöne Erfahrung für uns. Unsere Vorstellungen rund um die Geburt und die Möglichkeiten die wir hier vorfanden, passten gut zusammen.
Mir war klar, dass ich die Hebamme, mit der ich mein Kind bekomme, vorher kennen möchte. Sie sollte sich ebenso ein Bild von uns machen können, für einen vertrauten Rahmen unseres Großereignisses.
Nach dem Kurs stand für uns fest, dieses Geburtshaus ist das Richtige für uns.
Da wir eine Hebamme im Wohnort für die Nachsorge gesucht hatten, teilten wir die Vorsorgetermine auf.
Und plötzlich war er da. Der Tag mit Wehen. Schon nach Mitternacht konnte ich das Ziehen in meinem Bauch nicht mehr ignorieren, denn es kam alle 30 Minuten. Huch, war ich aufgeregt, war es doch 2 Wochen vor unserem errechneten Termin.
Bis morgens ruhte ich so gut es ging in meinem Bett. – Man hört ja: Kräfte sammeln sei ganz wichtig. Gegen 7.00 Uhr rief ich die Hebamme des Geburtshausteams an. Ok, erstmal in die Badewanne und später noch mal anrufen wie es mir geht. Inzwischen war es Vormittag und die Wehen kamen jetzt alle 20 Minuten. Die Hebamme für die Nachsorge kam zu uns nach Hause. –Schön. Sie beruhigte uns und meinte wir könnten in der nächsten Zeit loszufahren. Puh, jetzt wurde es ernst.Wehen und „ so lange“ fahren, geht das überhaupt?! Für mich schon. Ich konnte die Zeit als Ablenkung vertragen und war ganz gespannt auf alles was da kommen würde.
Gegen 13.00 Uhr waren wir in Annaberg und Tamar nahm uns herzlich in Empfang. Nach der Untersuchung und CTG hatten wir die Möglichkeit noch Zeit für uns zu haben. Am Pöhlberg wollten wir noch etwas spazieren. Bewegung ist gut und der Gedanke war mir angenehm. Dort angekommen kam ich allerdings kaum von einer Bank bis zur nächsten, da viele Wehen aufeinander folgten.
Nach einer knappen Stunde waren wir zurück im Geburtshaus und das fühlte sich irgendwie gut an, geborgen. Die nächsten 3,5 Stunden vergingen für mich ohne jedes Zeitgefühl. Mit meinem Mann an der Seite und Tamar immer in unsere Nähe, erlebte ich Wehe um Wehe. Ich konnte mich so bewegen wie es mir gerade angenehm war und ja, es war anstrengend.
Ich sagte mir öfter Tamars Satz: Diese Wehe ist weg und kommt nicht wieder. Alles um uns herum war wunderbar ruhig. Catharina kam als 2. Hebamme dazu. Ein untrügliches Zeichen für den Fortschritt der Geburt.
Die letzten Wehen stand ich abgestützt am Wickeltisch. Es platzte die Fruchtblase. Bald konnte man den Kopf sehen und dann war unser Baby plötzlich auf dieser Welt. Ich konnte in seine Augen sehen.
Wow. Mein Mann, unser Sohn und ich lagen dann lange gemeinsam im Bett. Wir hatten unser Baby ganz nah bei uns. Jetzt eben nicht mehr in, sondern auf meinem Bauch, jetzt als kleine Familie. Ich habe mich sicher und behütet gefühlt.
Die nächsten Stunden erlebten wir in dieser besonderen Atmosphäre. Wir waren immer ganz nah zusammen und hatten für alles Zeit. Ich kann sagen es war unsere Geburt mit 2 tollen Hebammen.
Zur Stärkung gab es auf unseren Wunsch belegte Brötchen und Obst.
Ungefähr 5 Stunden nach der Geburt waren wir bereit für die Fahrt nach Hause. Ich konnte dann in unserem Zuhause ein ganz ruhiges Wochenbett beginnen. Mein Mann um- und versorgte mich. Die Hebamme vor Ort kam gleich am nächsten Vormittag.
Wir sind unserem lebendigen Gott aus ganzem Herzen für das alles sehr dankbar.
Außerdem wünschen wir uns, dass viele Frauen bzw. Paare den Mut haben, Geburt als ihr eigenes Erlebnis ganz natürlich zu erleben.
Im Geburtshaus Glühwürmchen kann man das wunderbar…

Albert, Markus und Ellen.

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